Rückblick Berufsbildungspartnerschaftsprojekt in Kasachstan

Am 21./22. Mai unterstützten Dietmar Neumann vom bsw Bildungszentrum Lausitz und Norman Richter aus der bsw Geschäftsstelle Dresden die kasachische Unternehmerkammer (Atameken) beim Aufbau einer Fort- und Weiterbildungsakademie in Form von mehrtägigen Seminaren in Astana/Nur-Sultan. 

Während Herr Neumann sein Wissen und seine Erfahrungen zur Ausbildereignungsprüfung, dem (Jugend-) Arbeitsschutz und der Motivierung von Auszubildenden teilte, übermittelte Herr Richter seine Expertise zur Konzeptionierung eines Fort- und Weiterbildungskataloges. Neben verschiedenen Formen und Themen in der Ausgestaltung dieser, waren auch die Bestimmung von Einflussgrößen des Kosten-, Termin-, Vertriebs- und Qualitätsmanagements, sowie die Erstellung einer Katalogstruktur unter Beachtung des Corporate Designs Schwerpunkte seines Seminars. 
Beide Seminare zeichneten sich durch sehr positive Feedbacks aus, sodass am Ende ein erster Aus- und Weiterbildungskatalog entworfen werden konnte. 
Die bisherigen Veranstaltungen waren Teil des Berufsbildungspartnerschaftsprojektes zwischen der bsw gGmbH und der Atameken, bei welcher die pas und die mas den konzeptionellen Aufbau einer Akademie für betriebliche Fort- und Weiterbildung in Kasachstan unterstützen.

Bereits 2017 wurden in einem Pilotprojekt, unter der Führung der Atameken und zusammen mit den örtlichen Kammerfilialen, einzelne Berufsausbildungsgänge in ausgewählten Schulen reformiert, sodass sie den modernen Anforderungen der kasachischen Unternehmen gerecht werden. Ebenfalls wurden erste Unternehmen entsprechend geschult, um einen größeren Teil der beruflichen Ausbildung übernehmen zu können. Nach Vorgabe der deutschen Ausbildereignungsverordnung konnten so bereits 50 Personen ausgebildet werden. Diese bilden Multiplikatoren, welche die weitere Ausbildung von Ausbildern übernehmen. Nach Abschluss bat die kasachische Unternehmerkammer die deutsche Seite, das bisherige Pilotprojekt fortzuführen, um dieses in eine Akademie für betriebliche Fort- und Weiterbildung zu bündeln und weiterzuentwickeln.  

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und über die sequa gGmbH. Bsw Kurzzeitexperten werden innerhalb des Projektes in die kasachische Hauptstadt Astana/Nur-Sultan entsandt, um mehrtägige Seminare anzubieten. Vorausgegangen ist eine Studienreise vom 13.05.-17.05.2019 einer kasachischen Delegation, bestehend aus Vertretern der kasachischen Unternehmerkammer und verschiedenen Unternehmerverbänden, welche die Organisation und Arbeitsweise des bsw kennenlernen durften. Folgen werden Seminare zum Akademieaufbau, Logistik, Mechatronik und zum Blended Learning. 
 

bsw